„Lass uns Freunde bleiben“. Hallo? Genau so gut hätte Daniel mir eröffnen können, dass er ab sofort nur noch Birkenstock trägt, den alten MG verkauft und seine Designer-Anzüge verschenkt. Das hätte ungefähr genau das gleiche falsche Bild ergeben, dass ich mir eigentlich von ihm erträumt habe. Ist es denn so, dass wir Frauen das vergöttern, was wir sehen wollen? Wie soll der Typ, mit dem ich den heissesten Sex meines Lebens hatte und der mich jetzt - nota bene ich im kleinen Schwarzen! - einfach hocken lässt wie ein Stück Dörrobst mein Freund sein? Freunde tun so etwas nicht. Freunde sagen die Wahrheit. Und in Freunde, vor allem in männliche, verliebt man sich nicht. Daniel war nicht mein Freund, bevor ich mich in ihn verknallte. Wieso will er es jetzt sein, wo er sich anscheinend entliebt hat? Mit Freunden sitze ich bis tief in die Nacht und heule mir die Augen aus über Typen wir ihn. Mit Typen wie Daniel hat man wilde Nächte, ständig zu wenig Schlaf, Magenflattern, Schmetterlinge im Bauch, und Dauerpanik, dass irgendwann der Satz kommt: „Lass uns Freunde bleiben.“ Sorry, Daniel, aber „lass uns Lover bleiben“ hätte mir besser gefallen!
Dienstag, 29. September 2009
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